Handyhalterung

Handyhalterung fürs Fahrrad

Das Handy, genauer gesagt das Smartphone, ist in unserem Alltag zum ständigen Begleiter geworden. Die riesige Vielfalt an Apps bieten neben dem Telefonieren nahezu alles in unserem Alltag zu tun oder zumindest zu steuern. Dadurch wird der Alltag einfacher und durch die enorme Vernetzung ist das Smartphone beinahe schon zu einer zentralen Steuereinheit für unser Leben geworden. Gleichzeitig bieten zahlreiche Apps die Möglichkeit auch über einen Anruf oder eine SMS hinaus erreichbar zu sein. Doch während das Smartphone diese Fülle an Möglichkeiten bietet und ein Segen für unseren Alltag ist, so ist es gleichzeitig auch ein Fluch. Denn während wir immer besser erreichbar sein können, erwarten unsere Mitmenschen automatisch, dass wir das auch tatsächlch sind. Doch während wir in vielen Situationen die Vielfalt praktischer Apps problemlos nutzen können und auch mit einem schnellen Griff in die Hosentasche und dem Blick auf das Smartphone kontrollieren können, wer uns gerade erreichen möchte, so ist dies in vielen Situationen mehr Fluch als Segen. Zwei wichtige Situationen, in denen der schnelle Blick auf das Handy nicht so einfach möglich ist, sind das Autofahren und das Fahrradfahren. Während viele Neuwagen standardmäßig oder zumindest optional ab Werk eine Halterung für das Handy bieten, muss man eine Handyhalterung fürs Fahrrad selber kaufen.

Die Vorteile einer Handyhalterung fürs Fahrrad

Wie auch beim Autofahren, so ist es auch beim Fahrradfahren vom Gesetzgeber aus verboten mit dem Handy herum zu hantieren. Ursprünglich hätte dieses Gesetz lediglich das Telefonieren verbieten sollen, jedoch ist das Telefonieren letztlich prinzipiell erlaubt, sofern das Handy dafür nicht in die Hand genommen wird. Im Gegensatz zum Telefonieren ist das alleinige Feshalten des Mobiltelefons während der Fahrt strikt verboten. Dabei braucht das Gerät weder aktiv bedient, noch angesehen oder überhaupt angeschaltet zu sein. Zwar gibt es beim Fahrradfahren mit Handy keinen Punkt in Flensburg, wie es beim Autofahren der Fall ist, jedoch sind 25 EUR Bußgeld unnötig und können besser anderweitig ausgegeben werden. Spätestens bei der zweiten Begegnung mit einem Ordnungshüter rechnet sich nämlich eine Handyhalterung.

Trotzdem ist es sinnvoll das Handy im Blickfeld anstatt in der Hosentasche zu haben. Seitdem das Smartphone GPS hat und dank flächendeckendem Zugang zum Internet das Navigationssystem praktisch überflüssig geworden ist, bietet es sich ganz besonders an das Handy auf längeren Ausflügen, oder auch in der Stadt an unbekannten Orten als Navigationssystem zu nutzen. Zwar gibt es die Möglichkeit die Route in Form von gesprochenen Ansagen ausgeben zu lassen, doch diese sind nicht immer völlig eindeutig und ein Blick auf die angezeigte Straßenkarte verschafft in solchen Fällen Gewissheit über den weiteren Streckenverlauf.

Doch selbst wenn man nur ganz selten das Handy beim Fahrradfahren nutzen möchte oder nur ausnahmsweise einen wichtigen Anruf annehmen will oder muss, macht eine Handyhalterung fürs Fahrrad Sinn. Beim Griff in die Hosentasche ist man automatisch unkonzentriert und hat den Weg kaum bis gar nicht mehr im Blick. Dabei kann es entsprechend leicht zu Unfällen kommen und selbst wenn es nicht zu einem Unfall kommt, so kann bei einer Bodenwelle oder Hindernissen, wie etwa Steinen und Ästen schnell passieren, dass das Handy aus der Hand rutscht. Dadurch wird nicht nur das Gerät beschädigt oder vollständig zerstört, sondern auch der wichtige Anruf hätte sich dann erledigt.

Mit der richtigen Handyhalterung kann nichts von diesen Dingen passieren, denn das Handy bleibt die ganze Zeit über in Blickweite und erspart teilweise sehr viel unnötiges Hantieren. Doch damit die Handyhalterung auch zweckmäßig ist, sollte nicht ein beliebiges Modell erworben werden, sondern eines, das zu den eigenen Ansprüchen passt und sowohl dem Handy sicheren Halt und guten Schutz bietet, als auch vom Radfahrer aus leicht zu sehen ist. Dies ist jedoch nicht immer der Fall.

Worauf es bei einer Handyhalterung fürs Fahrrad ankommt

Eine Handyhalterung fürs Fahrrad muss eine Reihe von Eigenschaften aufweisen, damit sie auch sinnvoll ihren Zweck erfüllen kann. Da Smartphones in den unterschiedlichsten Abmessungen gefertigt werden, muss die Halterung genau auf das jeweilige Modell zugeschnitten sein. Alle Halterungen haben immer angegeben für welche Handy Modelle sie geeignet sind. Es ist keinesfalls empfehlenswert billige Ausführungen unbekannter Hersteller zu kaufen, denn diese stimmen oft nicht ganz mit den Maßen des Telefons überein. Dabei kann es sowohl passieren, dass das Telefon zu locker in der Halterung sitzt und auf einer holprigen Strecke aus dieser springen kann oder, dass das Telefon zu fest in der Halterung sitzt. Im letzteren Fall kann entweder das Telefon beschädigt werden, indem es zu stark gedrückt wird oder die Halterung, welche bei zu billigen Ausführungen zumeist aus minderwertigem Kunststoff besteht, bricht und bietet dann ebenfalls keinen angemessenen Schutz mehr oder wird vollständig unbrauchbar.

Der zweite wichtige Punkt ist die Befestigung der Handyhalterung am Fahrrad. Jedes Fahrrad ist etwas anders konstruiert und die Rohre und Streben müssen nicht zwingend einen genormten Durchmesser haben. Daraus ergeben sich vergleichbare Probleme, wie die bereits genannten. Wenn die Befestigung der Handyhalterung nicht perfekt zum Fahrrad passt oder sich nicht zumindest passend verstellen lässt, bietet die Halterung selbst dann keinen Schutz, wenn das Handy sicher in der Halterung sitzt. Es sollte deshalb immer darauf geachtet werden, dass die Handyhalterung nicht am Fahrrad verrutschen oder verdreht werden kann.

Eine weitere Eigenschaft einer guten Handyhalterung fürs Fahrrad ist eine stufenlose Verstellbarkeit. Insbesondere bei sonnigem Wetter ermöglichen die meisten Displays einen klaren Blick lediglich aus einem sehr kleinen Winkel. Deshalb ist es wichtig, dass der Radfahrer die Halterung so ausrichten kann, dass er einen möglichst geraden Blick auf das Handy hat um problemlos die dargestellten Inhalte erkennen zu können.

Der letzte, wichtige Aspekt ist die Frage, ob es eine offene oder eine geschlossene Handyhalterung fürs Fahrrad sein soll. Beide Varianten haben sowohl Vor-, als auch Nachteile. Eine offene Halterung ermöglicht es dem Radfahrer schnell und bequem das Handy bedienen zu können, ohne dieses sofort aus der Halterung lösen zu müssen. Der Nachteil ist jedoch, dass das Handy etwas weniger geschützt ist. Sowohl Staub, als auch plötzlich einsetzender Regen können unmittelbar an das Handy gelangen und dieses verschmutzen oder durch eindringende Feuchtigkeit sogar ernsthaft beschädigen. Eine geschlossene Halterung ist als Handytasche mit einer durchsichtigen Frontseite gefertigt. Hierdrin ist das Handy staubdicht und wasserdicht untergebracht und kann somit nicht mehr so leicht beschädigt werden. Der Nachteil ist jedoch, dass die durchsichtige Front aus relativ dickem Kunststoff besteht. Dieser macht es zumeist unmöglich das Handy zu bedienen ohne es vorher aus der Halterung heraus zu nehmen. Der Vorteil ist jedoch auch hier, dass man nicht so leicht dazu verleitet wird während der Fahrt das Handy zu bedienen.

Fazit zur Handyhalterung fürs Fahrrad

Eine Handyhalterung fürs Fahrrad ist in jedem Fall eine sinnvolle Anschaffung – selbst dann, wenn man nur selten Fahrrad fährt oder nicht andauernd am Smartphone erreichbar sein muss. Damit die Halterung jedoch ihren Zweck einwandfrei erfüllen kann, muss sie jedoch einige Anforderungen erfüllen. Sowohl das Handy muss sicher in der Halterung sitzen, als auch die Halterung selbst stabil am Fahrrad befestigt werden können. Die Halterung muss unbedingt verstellbar sein um einen klaren Blick auf das Display bieten zu können und um Reflexionen der Sonne zu vermeiden. Schließlich besteht die Wahl zwischen offenen Halterungen, welche das Handy zwar etwas weniger schützen, jedoch dessen Bedienung ermöglichen ohne es aus der Halterung zu lösen und geschlossenen Halterungen, welche wasserdicht und staubdicht sind, das Handy für die Bedienung aus diesen herausgenommen werden muss.