Navi oder Smartphone

Vergleich Fahrradnavi und Smartphone

Wer häufig mit dem Fahrrad neue und interessante Touren erleben möchte, der steht schnell vor einer typischen Kaufentscheidung: Soll man für die Navigation ein eigenständiges Navigationsgerät einsetzen? Oder kann man auch mit einem modernen Smartphone sich begnügen, auf dem nur eine leistungsfähige Navigations-App zum Einsatz kommt? Für beide Varianten gibt es gute Argumente.

Der Preis spricht fuer die Navigation mit dem Smartphone

Zunächst scheint der Preis eindeutig für die Navigations-App zu sprechen. Schon für wenige Euro bekommt man leistungsfähige Programme, die man sehr gut für die Routenplanung und die anschließende Navigation einsetzen kann. Allerdings wird man dann in der Praxis feststellen, dass man oft kleinere Probleme bekommt, denn die GPS-Berechnung kann bei einem Smartphone schon einmal scheitern. Bei einen guten Fahrradnavi kann man von deutlich besseren GPS-Messungen ausgehen, weil das Gerät sehr viel empfindlicher ist. Außerdem verfügen viele gute Outdoor-Navigationsgeräte über einen barometrischen Höhenmessen und einen physikalischen Kompass. Beide Navigationsergänzungen arbeiten unabhängig vom GPS-System und können so auch noch eine Navigation ermöglichen, wenn bereits einfacher gebaute Modelle oder die üblichen Smartphones versagen.

GPS als Basis jeder Navigation

Basis der erfolgreichen Navigation ist allerdings die jederzeitige Verbindung mit mehreren GPS-Satelliten. Über zwanzig Satelliten zur Navigation umkreisen laufend die Erde und senden Signale aus, die eine sehr genaue Ortsbestimmung zulassen. Man braucht aber die Sichtverbindung zu zwei bis drei Satelliten, um die Navigation genau genug zu ermöglichen. Hier kommt es (insbesondere in dichten Wäldern und in sehr gebirgigen Landschaften) auf die Empfindlichkeit der Empfangsgeräte an. Gute Fahrradnavis sind empfindlicher als Smartphones und erkennen noch Satellitensignale, wenn der Baumbestand sehr dicht ist. Außerdem verfügen gute Navigationsgeräte über die Möglichkeit ergänzend zum GPS-Satellitensignal weitere Zusatzsatelliten zu erkennen, die über die gleiche Frequenz senden. Der Vorteil dieser Zusatzsignale ist auch, dass man die Navigation wesentlich genauer vornehmen kann.

Nachteile und Vorteile der Outdoor-Navigationsgeräte

Allerdings muss man mit dem Einsatz eines eigenständigen Navigationsgerätes auf dem Fahrrad auch mit verschiedenen Nachteilen kämpfen. Schließlich handelt es sich hier um ein zusätzliches Gerät, was eine weitere Stromquelle über Akkus benötigt, die meist einmal am Tag nachgeladen werden müssen. Außerdem muss dieses zusätzliche Gerät befestigt und gesichert werden, damit man noch lange Freude an seinen Navigationsmöglichkeiten hat. Ein Fahrradnavi verfügt über ein recht großes Display und braucht einen sicheren Halt am Fahrradlenker. Die Software, die auf dem Gerät läuft, muss gelegentlich angepasst werden, was zu Updates führen kann. Auch das Gerät selbst braucht ab und an ein Firmware-Update. Da aber das Fahrradnavi vollständig die Navigation übernimmt, kann man das Smartphone gut in der Tasche unterbringen und es auch ausgeschaltet lassen. Das Navigationsgerät kann ebenfalls die Aufgaben eines Tachos übernehmen und zeigt neben der Geschwindigkeit auch weitere Informationen zur aktuellen Fahrt an.

Fazit

Wer nur gelegentlich eine Fahrrad-Navigation benötigt, der kann ohne Probleme auf das Smartphone zurückgreifen, insbesondere wenn er sich nicht durch unwegsames Gelände oder in dichten Wäldern zu bewegen hat. Wer aber sehr häufig auch komplexe Navigationsmöglichkeiten nutzen möchte, der sollte es sich überlegen, ein gutes Fahrrad- oder Wandernavigationsgerät anzuschaffen, das mit seinen Zusatzmöglichkeiten eine wesentlich genauere Navigation erlaubt.

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